Land Oberösterreich

Naturpark Bauernland. Irrsee Mondsee Attersee

  • Gebietsportrait
Der jüngste Naturpark Österreich erstreckt sich seit Sommer 2021 vom Irrsee über den Mondsee bis zum Attersee. Knapp 170 km2 voller artenreicher Wiesen und Weiden, geprägt durch ein Landschaftsbild mit klaren Seen, markanten Bergen und dichten Wäldern.

Daten & Fakten

Naturpark

Die Gemeinden Oberhofen am Irrsee, Zell am Moos, Tiefgraben, St.Lorenz, Mondsee, Innerschwand am Mondsee und Unterach am Attersee haben sich zusammengefunden und widmen sich im Sinne des Naturpark-Gedankens ganz dem Erhalt der kleinbäuerlichen Bewirtschaftung.

Karte

169 km

Details zum Naturpark Bauernland

Der Naturpark im Gerichtsbezirk Mondsee umfasst die Gemeinden Oberhofen am Irrsee, Zell am Moos, Tiefgraben, St. Lorenz, Mondsee, Innerschwand am Mondsee, Oberwang und Unterach am Attersee.

Der Nutzen liegt in einer starken Bewusstseinsbildung zwischen Land- und Forstwirtschaft und der Bevölkerung und in einem guten Miteinander, sowie in einer stärkeren Wertschöpfung aus der Region und für die Region. Im Sinne der Natur braucht es ein harmonisches Miteinander zwischen Besucher:innen, Landwirt:innen, Einheimischen, Tieren und Pflanzen. Der respektvolle Umgang miteinander und das Einhalten einfacher Grundregeln sollten Voraussetzung sein, um den Schutz des Wirtschafts- und Lebensraumes Wald, der landwirtschaftlichen Grünflächen und der Wildtierarten gewährleisten zu können.

Ein Wegenetz, das die Nutzungsinteressen von Jagd, Fischerei, Land- und Forstwirtschaft nicht beeinträchtigt, soll dieses harmonische Miteinander ermöglichen. Das bereits gut ausgebaute Wegenetz, im Einvernehmen mit den Grundeigentümer:innen, qualitativ zu verbessern und für die Besucher:innen ein attraktives Angebot für ihre Freizeitgestaltung zu schaffen ist einer der möglichen Ansatzpunkte. Die Schaffung von Parkplätzen als Startpunkte von Wander- und Radwegerouten mit Übersichtstafeln und Wanderkarten sollen einen besseren Überblick über die bestehenden Möglichkeiten bieten und  Konfliktpotenziale minimieren.

Die Grundlage für die Arbeit im Naturpark Bauernland sind die 4 Säulen:

Weitere Infos

Stehende und fließende Gewässer, Streuobstwiesen, Blumenwiesen, Bergwiesen, Seewiesen, Weiden, Moore, Wälder

Der Große Brachvogel zählt zu den Wiesenbrütern und hat im Naturpark Bauernland, genauer gesagt im Naturschutzgebiet „Irrsee Nordmoor“, eine Heimat gefunden. Derzeit leben ca. 7 – 8 Paare des Großen Brachvogels am Irrsee. Der seltene Vogel ist hier so willkommen, dass er seit 1979 sogar das Wappen der Naturpark-Gemeinde Oberhofen am Irrsee ziert. Auch im Osten und Süden des Irrsees befinden sich Moorflächen – gemeinsam mit dem Nordmoor stellen sie das Naturschutzgebiet „Irrseemoore“ dar.  Hier sind die in Form der Streunutzung extensiv bewirtschafteten Niedermoorwiesen von den naturbelassenen Bereichen zu unterscheiden. Diese unbewirtschafteten Moorflächen sind mit Torfmoosen, Haarmützenmoos, Moosbeeren und Wollgras bewachsen.

Der Mondsee, der die größte alleinstehende Fläche des Naturpark Bauernland ist, und der Attersee beheimaten zwei sehr seltene Bewohner, die sich hier aber äußerst wohl fühlen. Sowohl der Perlfisch, als auch die Seelaube stehen weltweit unter höchstem Schutz – der Mondsee und der Attersee wurden aufgrund der Vorkommen dieser beiden Fische sogar zum Europaschutzgebiet ernannt. Beide Fische kommen nur noch in einigen wenigen Seen der Welt vor – und eben auch im Naturpark Bauernland, wo sie ganzjährig geschont sind.

Quelle

Schutzzwecke und Entwicklungsmaßnahmen

Tragende Leitgedanken für jeden Naturpark sind der

  • Schutz der Natur und Landschaft,
  • Regionalentwicklung, bäuerliche Produktion und Vermarktung
  • Erholung, sanfter Tourismus, Urlaub und Freizeit
  • Bildung, Wissensvermittlung, Führungen

Alle diese Punkte sind für ein lebenswertes Umfeld von Bedeutung – für Einheimische genauso wie für Gäste. Somit sind die Leitgedanken der Naturparke auch Säulen in der touristischen Produktentwicklung, die sich perfekt in den Meilenstein Naturräume der Landes-Tourismusstrategie 2022 einfügt. Dort sind auch die nachhaltige und klimaverträgliche Weiterentwicklung vorhandener Angebote sowie längerfristige Initiativen in der touristischen Produktentwicklung und Marktkommunikation festgehalten.

Schlagworte

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