- Geschützt in Oberösterreich
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- Artenportrait
Schwarzstorch
Ciconia nigra
Der Schwarzstorch (Ciconia nigra) ist, neben dem Weißstorch, der zweite Vertreter der Vogelfamilie der Störche (Ciconiidae), die in Europa brütet. Im Gegensatz zum Weißstorch ist er ein scheuer Bewohner, der bevorzugt in alten, geschlossenen Wäldern mit Still- und Fließgewässern lebt und hier nach Nahrung sucht. In Oberösterreich gilt die Vorwarnstufe für den Sommervogel. Von April bis Oktober sind etwa 50 – 70 Paare anzutreffen. Der Horst liegt hoch in den Bäumen.
Vögel sind nach neuen Erkenntnissen die einzige überlebende Gruppe der Dinosaurier und daher den Reptilien zuzuordnen. Die Jungenentwicklung aller Vögel beginnt in einem Ei, dessen Schale hart verkalkt ist. Das Hauptmerkmal der Vögel sind die aus Hornschuppen entstandenen Federn, die ursprünglich wohl zur Thermoregulation dienten, den Vögeln aber in einer Weiterentwicklung das Fliegen ermöglichten. Damit in Zusammenhang stehen ein geringes Körpergewicht und eine hohe Körpertemperatur von etwa 42 °C. Die Nutzung der vorderen Gliedmaßen für den Flug bedingt, dass der Vogelschnabel zu einem Multifunktionswerkzeug wurde, das Aufgaben der ursprünglichen Vorderbeine übernimmt. Schnäbel bestehen aus einer Knochensubstanz mit einer Hornscheide ohne Zähne. Sie dienen dem Greifen, Festhalten und Zerkleinern der Nahrung, aber auch der Gefiederpflege. Vögel weisen faszinierende Sinnesleistungen auf, haben hervorragende Augen, sehen teilweise im UV-Bereich und können das Magnetfeld der Erde wahrnehmen. Mit letzterem in Zusammenhang steht der faszinierende Vogelzug. Durch ihr Flugvermögen sind Vögel im Vergleich mit anderen Tiergruppen sehr mobil. Faszinierend sind weiters die Brutpflege der Vögel, ihr Sozialverhalten, ihre bunte Färbung und die Lautäußerungen, insbesondere der Gesang der Singvögel
- scheuer Sommervogel
- 50 - 70 Paare in Oberösterreich
- Vorwarnstufe
(Ciconia nigra)