- Geschützt in Oberösterreich
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- Artenportrait
Purpurreiher
Ardea purpurea
Der Purpurreiher (Ardea purpurea) brütet in Kolonien in sehr großen Schilfbeständen, teilweise auch in Büschen. Seine Nahrung sucht er ebenfalls hauptsächlich im Schilf. Er ist ein Zugvogel, der hauptsächlich in Afrika überwintert. In Oberösterreich tritt der Sommervogel und Durchzügler sehr selten von April bis September auf. Vereinzelt sind Brutversuche an den Inn-Stauseen in der Reichersberger Au zu beobachten. In manchen Jahren gibt es eine erfolgreiche Mischbrut mit Graureihern.
Vögel sind nach neuen Erkenntnissen die einzige überlebende Gruppe der Dinosaurier und daher den Reptilien zuzuordnen. Die Jungenentwicklung aller Vögel beginnt in einem Ei, dessen Schale hart verkalkt ist. Das Hauptmerkmal der Vögel sind die aus Hornschuppen entstandenen Federn, die ursprünglich wohl zur Thermoregulation dienten, den Vögeln aber in einer Weiterentwicklung das Fliegen ermöglichten. Damit in Zusammenhang stehen ein geringes Körpergewicht und eine hohe Körpertemperatur von etwa 42 °C. Die Nutzung der vorderen Gliedmaßen für den Flug bedingt, dass der Vogelschnabel zu einem Multifunktionswerkzeug wurde, das Aufgaben der ursprünglichen Vorderbeine übernimmt. Schnäbel bestehen aus einer Knochensubstanz mit einer Hornscheide ohne Zähne. Sie dienen dem Greifen, Festhalten und Zerkleinern der Nahrung, aber auch der Gefiederpflege. Vögel weisen faszinierende Sinnesleistungen auf, haben hervorragende Augen, sehen teilweise im UV-Bereich und können das Magnetfeld der Erde wahrnehmen. Mit letzterem in Zusammenhang steht der faszinierende Vogelzug. Durch ihr Flugvermögen sind Vögel im Vergleich mit anderen Tiergruppen sehr mobil. Faszinierend sind weiters die Brutpflege der Vögel, ihr Sozialverhalten, ihre bunte Färbung und die Lautäußerungen, insbesondere der Gesang der Singvögel
- seltener Sommervogel und Durchzügler
- Schwerpunkt an den Inn-Stauseen in der Reichersberger Au
(Ardea purpurea)