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Grauspecht
Picus canus
Grauspecht (Picus canus) ist gemeinsam mit dem Grünspecht und dem Iberiengrünspecht der dritte Vertreter der sogenannten „Erdspechte“ in Europa. Er bevorzugt alte Laubmischwälder mit einem hohen Totholzanteil. Der Grauspecht ernährt sich hauptsächlich von Ameisen. Der Jahresvogel ist in Laub- und Mischwäldern
im Alpenraum, in den Flusstälern der Tieflagen und vereinzelt im Mühlviertel vertreten.
Vögel sind nach neuen Erkenntnissen die einzige überlebende Gruppe der Dinosaurier und daher den Reptilien zuzuordnen. Die Jungenentwicklung aller Vögel beginnt in einem Ei, dessen Schale hart verkalkt ist. Das Hauptmerkmal der Vögel sind die aus Hornschuppen entstandenen Federn, die ursprünglich wohl zur Thermoregulation dienten, den Vögeln aber in einer Weiterentwicklung das Fliegen ermöglichten. Damit in Zusammenhang stehen ein geringes Körpergewicht und eine hohe Körpertemperatur von etwa 42 °C. Die Nutzung der vorderen Gliedmaßen für den Flug bedingt, dass der Vogelschnabel zu einem Multifunktionswerkzeug wurde, das Aufgaben der ursprünglichen Vorderbeine übernimmt. Schnäbel bestehen aus einer Knochensubstanz mit einer Hornscheide ohne Zähne. Sie dienen dem Greifen, Festhalten und Zerkleinern der Nahrung, aber auch der Gefiederpflege. Vögel weisen faszinierende Sinnesleistungen auf, haben hervorragende Augen, sehen teilweise im UV-Bereich und können das Magnetfeld der Erde wahrnehmen. Mit letzterem in Zusammenhang steht der faszinierende Vogelzug. Durch ihr Flugvermögen sind Vögel im Vergleich mit anderen Tiergruppen sehr mobil. Faszinierend sind weiters die Brutpflege der Vögel, ihr Sozialverhalten, ihre bunte Färbung und die Lautäußerungen, insbesondere der Gesang der Singvögel
- Jahresvogel
- lebt in Laub- und Mischwäldern im Alpenraum
- vor allem auf Ameisen als Nahrung spezialisiert
- nicht gefährdet
(Picus canus)